WINTER

 

Unmerklich, Stunde für Stunde

gefriert dein Blut

mehr und mehr

deine Hände werden kalt

deine Glieder starr

 

Gnadenlos, geht er dir unter die Haut

nach und nach

nützt er jeden ungezählten Augenblick

gräbt sich in dich ein

lähmt dich

 

Unerbittlich, ergreift er Besitz

von deinen spröden, weißen Knochen.

 

Du schläfst

Deine Augen sind leer

Bewusstlos bist du wie tot

- wartend, reglos

das Eis des Vergessens umklammert dein Herz.

 

„Wenn du alles gibst, wirst du alles bekommen!“

Und ich weiß nicht, ob das, was meine Augen so feucht macht, nur

Traurigkeit ist. Es ist eher das Knacksen des Eises,

wenn der Frühling kommt.

 

Frühling

 

Endlich, der Heißersehnte, Langerwartete !

 

„Doch wenn das Eis bricht, schmelzen als erstes die Tränen..“





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