DIE GRENZE

 

Dort, wo du lebst,

Dort, wo du hingehst,

Gibt es mich nicht.

 

Wir sind uns fremd

Im Leben und im Tod.

 

Ich wünsche, ich könnte

Den Ertrunkenen aufs Boot ziehen,

Aber da ist niemand

Weit und breit.

 

Meine Stimme verklingt ungehört im Raum.

Da ist eine Grenze,

Die trennt die Lebenden von den Lebenden...

 

Kein Stacheldraht, keine schwer bewaffnete Grenzpolizei.

Es herrscht freier Verkehr

Auf der Welt – zwischen Ost und West.

 

Aber diese bittere Grenze bleibt.

 

Meine Klagemauer,

Eisern und unerweichlich,

Wie eure Herzen.

 

Ach, eure Herzen!


© by LiLA